05.09.2008 Riff – Bochum

bochum13.jpgDie Piraten waren in der Stadt und sie haben mit Erfolg etliche Herzen und Seelen mit zurück nach Finnland genommen, genau wie Jack bereits vorab gewarnt hatte.

Wie schon am Abend zuvor in Köln durfte man als Vorband die vier Schweden Jamie, Rikki, Dani und Cari von Sister auf der Bühne bewundern. Und nun begann ein neuer Trip in die Zeitmaschine. So jung die Musiker auf der Bühne auch sein mögen, der Sound der einem entgegen schallt kommt direkt aus den 80ern, zu einer Zeit da die Vier zum Teil noch Quark im Kühlregal waren. Dennoch kann man nur Eines sagen, an denen ist nichts gefaket und das was sie spielen, leben sie auch. Es wurde gesleazet und gerockt ohne Erbarmen.

Und ohne Erbarmen ging es auch direkt weiter mit Big Boy – der kurzfristig als weiterer Support dazu geholt wurde.
Um ehrlich zu sein, war mir bei dem Gedanken Big Boy erneut auf der Bühne zu sehen, schon in Köln mehr als schummrig. Doch bereits dort wurde ich überrascht. Viel klarer und sauberer drang der Sound aus den Boxen und auch der große Junge auf der Bühne schien viel ruhiger als bei seinem eigenen Gig Ende Mai in der Zeche Carl.
Im Riff allerdings wurde ich dann endgültig eines Besseren belehrt. Mit kräftiger Stimme und viel weniger „Ausfällen“ war dies ein Auftritt der – zumindest mich – sehr für den Gig in Essen entschädigte. Die neuen Songs klangen satter und machten neugierig auf mehr und zu meiner großen Freude wurden auch die Alten nicht vernachlässigt und so durfte auch „Hail the Big Boy“ nicht fehlen. An diesem Abend war dieser Song sehr passend.
Doch nichts war passender an diesem Abend als die Piratenflaggen, die über den Verstärkern hingen und somit bereits die ersten Vorzeichen für das Kommende waren.

Mit „Evil Knievel Factor“ starteten Sammy, Jack, Spit, Eliaz und Gast-Gitarrist J-V den Abend und rockten über die Bühne des Riff um nahtlos an „Cheerleader and Dopedealer“ anzuknüpfen. Keiner der Songs wurde im Vorfeld veröffentlicht und dennoch schallten den fünf Finnen passend „Gimme Gimme Gimme more“-Rufe entgegen.
bochum12.jpg Doch nicht nur für die Stimmung war die Textsicherheit der Fans von großem Vorteil, sondern auch  zur Unterstützung des reichlich hilflosen Sängers, der mit schlechtem Sound zu kämpfen hatte. So kam es hin und wieder vor, dass man bis auf die Stimmen der Fans und die Instrumente nichts weiter hörte. Das Alles tat allerdings weder der Stimmung auf noch vor der Bühne einen Abbruch und die Setlist wurde brav abgearbeitet, die sich aus beiden Alben hervorragend zusammen setzte.

Mein persönliches Highlight der Show war und ist „Gods of rewind“. Nicht nur für mich das Private Line Überlied und so waren einige sicherlich froh, dass zumindest hier der Ton fast  gänzlich durchhielt.
An dieser Stelle großen Respekt an den Private Line Tontechniker Temi, der versuchte mit dem geliehenen Equipment das Beste aus der Sache zu mache.
Trotz dieser kleinen Störungen im Ablauf merkte man den fünf Finnen ihren Spaß auf der Bühne an und so wurde dann auch ein Anruf nach „1-800-Out of nowhere“ getätigt, welcher ebenso freudig umjubelt wurde, wie der Titelsong der Tour „Prozac Nation“.
Ein schöner Abschluss, trotz der technischen Schwierigkeiten, war der Mötley Crüe Coversong „Live Wire“ bei dem es sich Jamie von Sister nicht nehmen ließ zusammen mit Sammy das Mikro zu teilen. Damit schloss sich auch ein gelungener Abend im Bochumer Riff, der nicht nur für die Fans in Erinnerung bleiben wird.

Melle/Rockinwords


www.privatelineweb.com
www.myspace.com/privateline

Rockinconcerts: Private Line
Markiert in:                 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*

This blog is kept spam free by WP-SpamFree.