11.10.2008 Paint House – Dortmund
jade06.jpg Hört man den Namen “Matthau Mikojan”, gibt es automatisch zwei Wörter die einem durch den Kopf schießen: Bloodpit und Sir Christus. Doch beide suchte man an diesem Abend vergeblich. Hatte der großgewachsene Finne Anfang 2000 noch als Frontmann bei der Formation „Bloodpit” gesungen, konnte man ihn nun auf Solopfaden live erleben (Anm. d. Red.: Matthau trennte sich letztes Jahr von der Band, die nun mit neuem Sänger ein neues Album in Finnland veröffentlichte); dies bedeutete auch ohne seinen berühmt berüchtigten Bruder Sir Christus, der am Anfang von Matthaus Solokarriere noch an der Seite seines Bruders spielte. Statt eben diesem brachte der Sänger die Band “The Jade” als Support mit, die wir bereits im April diesen Jahres live auf deutschen Bühnen erleben durften.
Mit dem Song “Flame” eröffneten die vier Finnen, rund um Sänger Wille Rosen den Abend im abgelegenen Dortmunder Paint House. Nach Songs wie dem Pet-Shop-Boys-Cover „It’s a sin” und „Solitary Soul” gaben diese die Bühne für den lokalen Support Ferryman frei, die durch technische Probleme erst nach The Jade spielen konnten. Diese Jungs brachten sogar ihren eigenen kleinen Fanclub mit, der nach Beendigung der Setlist fleißig Zugabe rief, jedoch auf ein anderes Mal vertröstet wurden.
Bereits während der beiden Vorbands konnte man immer mal wieder einen geschäftigen Matthau oder Schlagzeuger Simo durch die Menge huschen sehen, ehe sie zu dritt die viel zu kleine Bühne des Clubs betraten.
mm03.jpg Nach anfänglichen Problemen mit dem Mikrofon tönte zu Beginn des Konzertes nicht mehr nur der Sound der Gitarre zu dem Song „Ditch” durch die Boxen, auch Matthaus Stimme drang an die Ohren des Publikums. Die sehr eigenwilligen Songs sind bereits durch das – bis jetzt nur in Finnland – veröffentlichte selbstbetitelte Album “Matthau Mikojan” bekannt. Genauso eigenwillig wie der Sound zeigte sich der Frontmann auch auf der Bühne. Mit fellbezogenen Stiefeln, enger lilafarbener Hose und einem einfachen Muskelshirt bot der Finne sein 14 Songs langes Set dar, das zur Freude vieler auch Bloodpit-Songs beinhaltete, wie z.B. „One more time” und „Born a whore”. Immer wieder bedankte sich der Sänger bei dem Publikum für das zahlreiche Erscheinen und feuerte die Fans zum Mitmachen an, was diese auch sogleich taten und das ungeachtet des relativ schlechten Sounds im Paint House.
Nach dem neuen Song „Hanoi Rocks” folgte unter anderem „Stiletto Heels” und „The April Song”, für welchen Simo hinter seinen Drums hervorkam, um den Fronter am Mikrofon zu unterstützen.
Es dauerte nicht lange und die Band ging das erste Mal von der Bühne, nur um sofort von freudigen Zugaberufen wieder zurückgeholt zu werden, um zwei weitere Songs zum Besten zu geben. „Elegently” bildete den Abschluss des Abends, den die Fans nicht ausklingen lassen wollten ohne ein Foto mit dem sympathischen Sänger zu ergattern, der zusammen mit dem Rest der Band und The Jade noch einige Runden durch das Paint House zog, um geduldig die Autogrammwünsche zu erfüllen.

Setlist
Ditch
From My Mouth To Me And To You
Welcome & Goodbye
Chasing Ghosts
Mr. Brownstone
One more time
Hanoi
A Girl On Her Own
Stiletto Heels
April Song
Shine
Born a whore
Too Fortunate to cry
Elegantly

Melle/Rockinwords

www.matthaumikojan.com
www.myspace.com/matthaumikojan

Rockinconcerts: Matthau Mikojan
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