Of Mice & Men /w Beartooth and Issues – 26.04.2014 – Underground, Köln

P1120664Wer denkt, Kreischalarm gibt es nur bei Bands wie Tokio Hotel oder One Direction, der hätte am vergangenen Samstag am Underground in Köln sein blaues Wunder erlebt. Bereits bei der Ankunft sah man den einen oder anderen aufgelösten Teenager, der beim Anblick seiner Helden in Tränen ausbrach. Doch welche Band, die in so einem kleinen Club spielt, vermag es die Menschen in solch ein Gefühlschaos zu werfen?

Niemand anderes als Of Mice & Men. Die fünf Kalifornier gaben sich die Ehre und verkauften das Underground in wenigen Tagen aus. Selbst bei einer Kapazität von 500 Leuten ist dies noch eine Leistung, von der nicht nur die Band um Austin Carlile profitierte. Trotz des zügigen Einlasses mussten einige Besucher die erste Vorband des Abends, Beartooth, noch von draußen hören. Was für einige Menschen nicht schlimm ist, da man ja Vorband meist doch eher gleichgültig gegenüber tritt, war an diesem Abend anders. Die meisten Fans waren nicht nur mit dem Set von Beartooth bekannt, sondern auch mit den Songs der Band Issues, die sogar das erste Mal in Deutschland auf die Bühne durften.

Doch bevor es soweit war, heizte die Formation um Caleb Shomo der Menge ein. Und Einheizen konnte man an diesem Abend sogar groß schreiben. Set Me On Fire, der erste Song des nur sechs Lieder langen Sets, war noch nicht ganz zu Ende, als man um sich herum nur verschwitzte aber auch glückliche Gesichter sah. Das Strahlen nahm sogar noch mehr zu, als Caleb zum Circlepit anfeuerte und kurz darauf schob sich auch schon die Menge von rechts nach links. Die Band selber ließ es sich auch nicht nehmen, den Fankontakt zu suchen und sich auf Händen tragen zu lassen, wobei Lieder wie Pick Your Poison oder I Have A Problem gespielt wurden.

Damit verabschiedete sich die erste von drei Bands für den Abend und ein Blick auf die Uhr verriet, dass da einer an die jungen Fans im Publikum dachte. Um viertel nach sieben kamen dann auch schon Issues mit Stingray Affliction auf die Bühne, bei dem die klaren Gesangsparts von Tyler Carter mit den tiefen Screamoteilen von Michael Bohn super harmonierten. Erneut verwunderte es, nicht nur einen in der Menge mitgröhlen zu hören. Im Gegenteil konnte Tyler ohne großes Bedenken das Mikro in die Menge halten, ohne dass eisiges Schweigen herrschte. Die ersten Reihen schienen nur für diesen Moment ins Underground gekommen zu sein, um die Band aus Atlanta einmal live zu sehen, und wer die Band noch nicht kannte, ist sicherlich als Fan nach Hause gegangen. Besonders King Of Amarillo schien ein Publikumsliebling zu sein und als mit Hooligan der Abend beendet wurde, verließ der eine oder andere Fan kurz zum Verschnaufen das stickige Underground.

P1120672bwWie bereits zuvor gab es kurze Umbauarbeiten für den Headliner des Abends. Immer mal wieder wurde von den Vorbands der Name Of Mice & Men erwähnt und die euphorische Erwiderung der Fans sprach bereits für sich. Doch als dann ein letztes mal an diesem Abend das Licht ausging, war es für einige Sekunden schwer, das Intro zu Public Service Annoucement zu verstehen. Ein eindeutiges Zeichen, auf wen die 500 Menschen im Underground gewartet hatten. Nach und nach tröpfelten die einzelnen Bandmitglieder ein und bevor man wusste was geschah, kochte der Club komplett über. Austin wirbelte über die Bühne, lehnte in die Menge und schrie was die Lunge hergab, und trotz der Anstrengung gab es keine Zweifel wie sehr die Band es genoss. Dabei wurden nicht nur ältere Songs gespielt, sondern auch einiges vom neuen Album Restoring Force, bei welchem auch Gitarrist Aaron Pauley Gesang beisteuerte, so auch bei dem Song Feels Like Forever und Bones Exposed. Aber auch Songs von älteren Alben wurden zum Besten gegeben, so auch O.G. Loko und Second & Sebring. Immer wieder suchte Austin den Kontakt zu den Fans, lächelte unentwegt und ließ es sich auch nicht nehmen, sich wieder und wieder bei den anwesenden Fans für den Support und ihre Anwesenheit zu bedanken. Doch leider hatte auch das Set von Of Mice & Men sein Ende, welches mit der Zugabe, und ihrer letzten Single, You’re Not Alone seinen Abschluss fand. Verschwitzt aber mehr als glücklich verließen die Fans das Underground, wo der Regen eine kleine Abkühlung verschaffte, aber definitiv der guten Laune keinen Abriss tat.

Melle/Rockinwords

www.ofmiceandmenofficial.com
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