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Keine zwei Jahre ist es her, dass Of Mice & Men ihren Weg nach Köln fanden. Nun fanden die Kalifornier ihren Weg zurück nach Deutschland und nahmen sich die Zeit um mit uns über ihre Fans, dem neuen Album Restoring Force und Heimweh zu sprechen.

Wir haben gehört ihr habt nebenan bei Burger King für ein bißchen Aufregung gesorgt?!
Tino: Ja, das war ganz schön verrückt. Wir haben gesehen, dass ein Burger King um die Ecke ist und wir hatten Hunger, also dachten wir uns ‚Ok Jungs, lasst uns zu Burger King gehen. Auf geht’s!‘ Und als wir ankamen haben wir nur noch gehofft, dass wir kein Chaos veranstaltet haben. Oder wenigstens kein zu großes Chaos.[lacht]

War es sehr voll?
Tino: Oh ja. [beide lachen] Aber es war ok, sie haben uns in Ruhe essen lassen und dann haben wir ein paar Bilder gemacht und Autogramme gegeben.

Ist sowas schon Routine für euch, ist das überall so wo ihr hinkommt?
Beide: Ja so ziemlich.
Tino: Besonders wenn wir uns in der Nähe der Halle aufhalten, so wie heute, oder auch überhaupt in der Stadt in der wir spielen. Wir versuchen oft mal was zu unternehmen wenn wir einen Tag frei haben, mal bummeln gehen oder so. Es ist schon ein merkwürdiges Gefühl fast überall erkannt zu werden wo wir hingehen, in so vielen verschiedenen Ländern.
Aaron: Wir müssen jetzt ganz schön aufpassen wenn wir rausgehen. Nicht unbedingt weil es uns stört, aber es ist schon vorgekommen, dass wir Ärger bekommen haben wenn es so einen Tumult gab. Man hat uns die Schuld gegeben.
Tino: Ja in Bereichen, die auf sowas nicht vorbereitet sind, wie heute, manchmal kriegen wir da schon mal sowas zu hören wie ‚Warum habt ihr das gemacht?‘ und wir können nur antworten ‚Wir haben doch gar nichts gemacht!‘
Aaron: Wir wollten uns nur was zu essen holen, wie alle anderen auch. Schuldigung!
Tino: Aber es ist schon in Ordnung, wir lieben unsere Fans und es ist ja auch nicht unbedingt ne schlechte Sache. Wir machen uns nur Sorgen um deren Sicherheit, zum Beispiel laufen sie manchmal einfach auf die Straße oder so und wir dann nur so ‚Ey, was macht ihr da?! Kommt von der Straße runter!‘

Man merkt, dass euch eure Fans sehr wichtig sind.
Beide: Absolut.

Und euren Fans geht es andersrum genauso, viele von ihnen sagen, ihr hättet ihr Leben gerettet. Wie fühlt es sich an sowas zu hören und gibt es ’ne bestimmte Story, die euch besonders im Gedächtnis geblieben ist?
Aaron: Es ist definitiv so krass sowas zu hören. Es gab auch Zeiten in meinem Leben, in denen ich das Gefühl hatte, dass Musik mir dort hindurch hilft. Weißt du, wenn du richtig traurig bist, deine erste große Liebe hat dein Herz gebrochen oder sowas und was machst du?! Du hörst dir traurige Platten an und kommst drüber hinweg. Und von daher zu hören, dass etwas, das wir gemacht haben anderen Leuten hilft ihre Probleme zu überstehen, das ist einfach… eine richtig gute Verbindung. Wirklich eine unbezahlbare Erfahrung.

Kommen wir zu eurem aktuellen Album Restoring Force. Es gibt eine große Veränderung verglichen zu euren früheren Alben. War das eine bewusste Entscheidung oder ist das mehr oder weniger zufällig beim Schreiben oder Aufnehmen passiert?
Tino: Ja ich glaube es ist währenddessen passiert. Ich meine wir haben uns für einen anderen Produzenten entschieden, weil wir ein Album machen wollten, das anders ist als alles was wir vorher gemacht haben. Wir wollten Musik machen, die uns herausfordert und die uns aus unserem Schubladendenken rausholt. Versteh mich nicht falsch, wir lieben unsere Musik und unsere bisherige Diskographie, aber wir wollten wirklich ein Album machen, dass sich von dem abhebt, was wir sonst gemacht haben. Eine Mischung aus dem was wir in der Vergangenheit gemacht haben und dem was wir hoffen in Zukunft zu tun. Nachdem wir angefangen haben zu, mit dem Produzenten zu arbeiten und alle im Studio zusammenkamen, hat die Musik angefangen die Form anzunehmen, die sie nun hat. Wir haben einfach Ideen in den Raum geworfen, haben uns keine Gedanken gemacht ob nun das nach Of Mice & Men klingt, das spielte keine Rolle, denn Of Mice & Men waren WIR beim Musik-Schaffen. Es war echt cool zu sehen, was im Endeffekt aus unseren Ideen wurde und welches Ergebnis wir erzielen konnten. Wenn wir jetzt zurückschauen denken wir uns ‚Wow!‘ Wir hätten nicht gedacht so eine Platte zu machen. Wir wußten wir wollten was Geiles machen, aber das ist einfach so viel mehr als wir erwartet haben. Zum Großteil ist das unserem Produzenten David Beneth zu schulden und auch dass wir uns gegenseitig angespornt haben, uns nicht mit dem Naheliegendsten zufrieden gegeben haben. Wir wollen, dass unsere Musik ein Leben lang Bestand hat und denken, dass es nötig ist sein Herz in einen Song zu stecken damit dieser für immer währt. Ich denke das kann man auch heraushören.

Ihr seid ganz offenbar sehr stolz auf das Album. Wie sehr wart ihr überrascht als es auf Platz 4 der Billboard Charts eingestiegen ist? Wißt ihr noch wo ihr gerade wart als ihr es erfahren habt?

Aaron: Ich hab auf meinem Sofa gesessen. [lacht]

Tino: Ich war bei Starbucks im Einkaufscenter, ein bißchen shoppen mit einem meiner Freunde, da habe ich diesen Billborad Artikel entdeckt mit den Prognosen für die Woche. Als ich unsere Platzierung gesehen habe war ich völlig aus dem Häuschen, das war sowas von cool. So eine Anerkennung zu bekommen, damit rechnet man nicht, naja, zumindest rechnen wir nicht damit, bei der Musik, die wir machen. Aber es ist ne tolle Sache von unseren Fans gewürdigt und anerkannt zu werden. Ich meine immerhin haben wir nur elf Songs geschrieben, naja eigentlich haben wir so dreißig geschrieben, aber die, die es auf’s Album geschafft haben, im Endeffekt ist das alles was wir gemacht haben, die Musik. Die Fans haben den Rest möglich gemacht und von daher ist es ein Gewinn sowohl für uns als auch für die Fans, denn ich weiß die Fans sind auch stolz darauf. Sie haben es geschafft, dass diese kleine Band aus Süd-Kalifornien, die in einem Van unterwegs waren, der kleiner war als dieser da [zeigt auf einen Transporter neben dem Tourbus], nun in sowas wie dem da [zeigt auf den Tourbus] durch Europa touren und unsere Platte weltweit erschienen ist. All das haben wir der Unterstützung durch unsere Fans zu verdanken.

Bleiben wir mal bei eurem Einsatz für eure Fans. Es ist momentan unter Bands sehr angesagt alle möglichen VIP Tickets zu verkaufen. Könntet ihr euch sowas für eure Band auch vorstellen?
Aaron: Ja, das haben wir sogar schon gemacht. Wir hatten schon VIP Meet & Greets. Hier in der Gegend nicht so sehr, insbesondere drüben in den Staaten, wo wir vor ein paar tausend Leuten spielen können. Es ist eine Methode es uns zu erleichtern mit einigen unserer Fans ein bißchen Zeit verbringen zu können, denn wenn wir einfach rausgehen und mit allen abhängen würden…
Tino: Ihr habt ja Burger King gesehen. Das ist einfach nicht organisiert und es ist ein gewisses Maß an Organisation nötig, weil sonst alles zu hektisch wird, du weißt schon, alle sind aufgeregt und so kann es schwierig werden die Situation zu kontrollieren. Also, wir haben nichts dagegen [VIP Tickets], jede Band hat da so ihre eigenen Regelungen und…
Aaron: Außerdem gibt’s bei uns auch immer viele Extras dazu, zum Beispiele coole Laminierungen [Anm. d. Red.: z.B. sowas wie VIP Pässe], T-Shirts und all so’n Zeug.
Tino: Ja, wir wollen sicher sein, dass wenn wir auf ein Konzert gehen und unsere Lieblingsband treffen würden, was würden wir dann wollen?! Und wir waren auch schon zu VIPs unserer Lieblingsbands, ich selbst zum Beispiel war bei einem AFI Meet & Greet. Ich hab dort meinen Despair Faction Pass und meine All Hallow’s EP unterschreiben lassen. Solche Sachen wollen wir für die Fans auch machen, damit sie danach auch was mit nach Hause nehmen können und nicht einfach nur die Band treffen und das war’s. Wir machen auch nur Meet & Greets wenn wir das gewährleisten können, darum haben wir das auf dieser Tour nicht gemacht, weil wir wußten, dass wir mit Presse und so weiter beschäftigt sein werden. Aber wir machen es gerne wenn wir die Zeit haben.
Aaron: Wir hatten ein paar Autogrammstunden in Großbritannien. Das macht auch Spaß, das machen wir gern.

Eure Fans hatten außerdem die Chance in eurem neuen Musikvideo mitzuspielen. Ihr habt neulich einen Castingaufruf gestartet. Ist das Video schon gedreht und könnt ihr uns etwas darüber erzählen?
Tino: Ja, wir haben gerade gestern den finalen Schnitt bekommen, es muss noch coloriert werden und ein paar andere kleine Sachen müssen noch daran gemacht werden, aber wir haben es gestern gesehen und es sieht großartig aus. Wir können noch nicht verraten welcher Song es ist, aber es kommt bald raus, es ist fast fertig. Wir werden auch noch mehr drehen, wir haben während dieser Tour ein Livevideo mitgeschnitten, also sowas kommt dann auch noch. Ein paar andere Neuigkeiten kann man demnächst auch erwarten. Aber wir mögen es Videos zu machen, das hilft unserer Musik voran, also könnt ihr von Of Mice & Men immer Videos erwarten.

Ihr habt ja schon erwähnt, dass ihr drüben in den Staaten meist vor tausenden von Leuten spielt. Wie ist das für euch jetzt hier in so kleinen Clubs zu spielen?
Aaron: Wir alle lieben es einfach Musik zu machen, also wenn wir fünf zusammen sind, dann ist es wirklich egal wie groß die Bühne ist oder wie viele Leute da sind. Wenn wir live spielen, dann ist das für uns immer eine tolle Erfahrung und es ist super, dass sie das genießen. Ich meine die meiste Zeit über sehe ich eh nur das [macht sich die Haare vor’s Gesicht], weil ich headbange [beide lachen] und auf meine Gitarre oder das Mikro runterschaue, also… Nein, es geht darum sich etwas aufzubauen. Wir sind jetzt erst ein paar mal hier drüben gewesen und ich gehe davon aus, je öfter wir hier spielen, desto größer werden auch die Hallen.
Tino: Ehrlich gesagt finde ich es eine ganz nette Abwechslung, denn viele der großen Shows, ich meine, die sind ein riesen Spaß und es ist geil zu sehen, dass so eine große Menschenmenge auf unsere Musik steht, aber es macht genauso viel Spaß hier hin zu kommen und eine Show wie heute Abend im Underground zu spielen. Viele unserer Fans denken wahrscheinlich ‚Oh mein Gott! Ich hab kein Ticket bekommen, warum spielen die in so ’ner kleinen Bude?!‘. Weil wir ne tolle Zeit haben wollen und wir wissen, wenn das Ding hier voll ist, dann wird es heiß und verschwitzt und alle werden crowdsurfen und ne richtig tolle Zeit haben. Das ist auch ’ne Sache, die wir an unseren Shows lieben, die Leute können in so einem kleinen Club wie diesem hier einfach mal richtig loslassen und sich sicher sein, dass Of Mice & Men das Haus rocken werden.

Ist heute das einzige Deutschlandkonzert auf dieser Tour?
Tino: Nein, wir haben da noch ähm… warte ich muss kurz nachgucken [guckt auf seinen Backstage-Pass], weil ich das nämlich ständig vergesse. Wir haben noch Hamburg und Berlin und dann geht’s nach Brüssel und dann zurück nach Amerika. Dort spielen wir ein paar Festivals and danach sind wir einfach für immer auf Tour. Wir sind tatsächlich gerade dabei den Plan für den nächsten Teil der Tour fix zu machen und wie’s aussieht werden wir unterwegs sein für…
Aaron: Immer.
Tino: Immer.
Aaron: Im wahrsten Sinne des Wortes.
Tino: Es ist ein bißchen beängstigend sich seinen Terminkalender anzusehen und von Kalifornien ist weit und breit nichts in Sicht.

Kriegt ihr manchmal Heimweh?
Aaron: Ich für meinen Teil ende immer mit Heimweh. Aber, ich meine, das hier ist der Wahnsinn. Von daher, so sehr ich auch Heimweh kriege, genauso sehr weiß ich zu würdigen was uns ermöglicht wird. Das wiegt immer alles auf.
Tino: Ja, manche Tage sind schlimmer als andere, aber zum allergrößten Teil lieben wir einfach was wir tun und wir lieben auch unsere Familien und Freunde zu Hause, die uns in dem was wir tun unterstützen. Auf diese Art leben wir ja schon sehr lange, uns ist das also nicht mehr fremd, ständig von zu Hause weg sein und so. Wir sind schon seit vielen, vielen Jahren auf Tour und es ist ’ne richtig coole Erfahrung, dass wir das immer noch machen können und unsere Musik nun auch Auswirkungen auf ein größeres Publikum hat.
Aaron: Außerdem sind wir ja auch bald zu Hause, noch drei Shows, keine große Sache.
Tino: Wir gehen mit nem richtigen Knaller, darauf könnt ihr Gift nehmen! Deutschlandkonzerte sind total irre.

Na da freuen wir uns schon. Letzte Frage: Famous last words! Gibt es irgendwas, was ihr den Fans schon immer sagen wolltet?
Tino: Good eye, sniper!
Aaron: Ja I’ll shoot, you run. [beide lachen] [Anm. d. Red.: Es handelt sich um einen Songtext, daher keine Übersetzung]
Tino: Ich weiß nicht, das schoss mir gerade so durch den Kopf. Folgt uns auf Twitter! Folgt uns auf Instagram! Geht auf Facebook! Das sind meine letzten Worte, alle sozialen Netzwerke anfordern. Nicht zu vergessen ofmiceandmenofficial.com und ofmicetickets für Tourdates. Danke, dass ihr unser Album Restoring Force gekauft habt. Kommt um uns live zu sehen, wir spielen jede Menge Festivals. Wir werden auch bald wieder nach Europa kommen.
Aaron: Ja, ich würde sagen, wenn ihr euch mit unserer Musik und dem was wir so tun indentifizieren könnt, dann solltet ihr zu einer Show kommen und es erleben. Oft erzählen uns unsere Fans, dass sie auf unseren Konzerten Freunde kennengelernt haben oder wenn sie in der Schule sind und sehen jemanden in ’nem Shirt von uns, dann quatschen sie denjenigen an. Es sind viele Gleichgesinnte auf unseren Konzerten, also kommt rum! Es ist für jeden etwas dabei. Das würde ich sagen.

Melle/Rockinwords

[Englisch Transkript]

www.ofmiceandmenofficial.com
Of Mice & Men auf FB

 

Rockintalks: Of Mice & Men (Aaron Pauley & Valentino Arteaga)
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