Teresa Mascianà – 17.05.2014 – Glashaus, Berlin
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Am Wochenende des 17. und 18. Mai war Italien zu Gast in Berlin. Im Rahmen des Riviera Festes gab sich am 17.05.2014 Teresa Mascianà, als Support von Popsänger Dente, die Ehre.

Das Glaushaus war zu Beginn des Abends noch mehr als spärlich besucht. Als Teresa jedoch nur in Begleitung von Gitarrist Enzo „Rotox“ Rotondaro die Bühne betrat, gesellten sich dann doch immer mehr Zuschauer hinzu um dem halbstündigen Akustikset zu lauschen.

Teresa beschreibt ihre Musik selber als „Pop-Musik für alle“ – die ihre Zuhörer nicht großartig zum Nachdenken anregen sondern Energie und Spaß geben soll. Und das tut sie, nicht zuletzt durch ihre unglaublich offene und sympathische Sängerin, die mit nichts außer einem Mikroständer auf der Bühne steht und trotzdem soviel Positives versprüht, dass es den ganzen Raum einnimmt.

An diesem Abend spielte Teresa Mascianà sowohl Songs von ihrem Album Don’t Love Me als auch von dem Nachfolger Shine. Mit jedem Song weckte sie etwas im Publikum – bei den fröhlicheren Liedern fingen die ein oder anderen an zu tanzen, bei den (wenigen) melancholischen Stücken lauschte die Menge andächtig. Und es war egal, ob Teresa englische oder italienische Songs zum Besten gab, die Gitarre und die Melodie ihres Gesangs vermittelteten einem die Stimmung, die das jeweilige Lied ausdrücken sollte. So sollte Musik funktionieren – oder wie sie selber sagt: Das Wichtigste an der Musik ist die Kommunikation, die Fähigkeit, Emotionen zu übertragen.

Das einzige, was Teresa bei ihrem Auftritt fehlte, waren ein paar Backing Vocals oder zusätzliche Instrumente wie ein Tamburin. Obwohl der pure Akustikklang wunderschön war, hätte dies ihn einfach noch satter und durchdringender gemacht.

Songs wie Don’t Love Me, Melissa Knows und Non Ci Penso Più kamen bei den Zuschauern sehr gut an und auch Teresa konnte man ihre Freude über die Reaktionen des Publikums ansehen. Ein besonderes Stück auf der Setlist war das PJ-Harvey-Cover Good Fortune und das passte zu der sympathischen Sängerin wie die Faust aufs Auge. Nach einer halben Stunde war das Set der Italienerin leider schon beendet und so verließen sie und Enzo zufrieden die Bühne des Glashauses. Hauptact hin oder her – allein der Besuch des Supportactes hatte sich an diesem Abend gelohnt. Und manchmal muss Musik gar nicht furchtbar tiefgründig und kompliziert arrangiert sein, solange der Künstler es schafft, dass man ihm zuhört und sich wohlfühlt.

Aktuell arbeitet Teresa Masciana an ihrem dritten Album I Need You Now! welches aller Voraussicht nach in etwa einem Jahr erscheinend wird. Wir dürfen gespannt sein, ob wir sie damit auch noch einmal in Deutschland begrüßen dürfen – es wäre uns eine Freude.

Nachdem Teresa am darauffolgenden Sonntag noch ein kleines Akustikkonzert in einem italienischen Bistro in Berlin gegeben hatte, nahm sie sich noch etwas Zeit, uns sich und ihre Musik in einem kurzen Interview vorzustellen. Die englische Version davon findet ihr im Link unter diesem Artikel.

Molle/Rockinwords

www.teresamasciana.com

[Rockintalks: Theresa Masciana (englisch)]

 

Rockinconcerts: Teresa Mascianà
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