Wir trafen Tim Schou, den früheren Leadsinger der dänischen Band „A FRIEND IN LONDON“ letzten Monat in Deutschland und sprachen mit ihm über die „A FRIEND IN LONDON“-Vergangenheit, die-„SUPERNOVA“ Gegenwart und die „Solo“-Zukunftspläne:
supernova
Tim, jetzt bist du ein Solokünstler. Was denkst du ist der größte Unterschied zwischen einem Solokünstler und Teil einer Band zu sein?

Der größte Unterschied? Nun, die Musik ist jetzt mehr „Ich“ und so wie ich klingen will. Ich schrieb eine Menge Songs bei A FRIEND IN LONDON, aber ich wollte schon immer „poppiger“ sein. Der eigentliche Unterschied ist aber, dass ich nicht mehr mit meinen drei besten Freunden auf Tour bin. Ich vermisse sie alle sehr und es kann sehr einsam sein, besonders als ich in Los Angeles war oder wenn man alleine hinter der Bühne sitzt. Aber auf der anderen Seite mag ich es, allein zu sein. Ich lerne viel über mich, über Menschen und das Leben im Allgemeinen, weil ich gezwungen bin, mit Fremden zu sprechen und neue Freunde zu finden. Wenn es eine Sache gibt, die ich liebe, dann ist es, neue Freunde zu finden ;)

Wie war es in Los Angeles in diesem Frühjahr? Wie war es, mit Menschen aus dem dortigen Musikbusiness zu arbeiten?
Seit ich denken kann versuche ich, meine Träume wahrwerden zu lassen. Als kleiner Timmy hatte ich immer eine Menge Träume und Los Angeles war einer von ihnen. Jetzt habe ich in Los Angeles drei Mal das Arbeiten mit unglaublich talentierten Produzenten, Songwritern und Managern erlebt. Ich arbeitete dort von Februar bis Mai dieses Jahres an neuen Songs und meinem neuen Sound. Die letzten 2 Jahre versuchte ich meinen Sound und mich selbst als Künstler neu zu erfinden. Ich hätte es nicht ohne die Menschen tun können, die ich dort getroffen habe. Ich fand Leute, die meinen inneren Künstler sahen und mir halfen, das Beste aus mir rauszuholen. Los Angeles ist eine tolle Stadt und wirklich eine Stadt der Träume. Ich werde dort einsam, aber manchmal mag ich die Einsamkeit. Immer, wenn ich LA verlasse, will ich wieder zurück. Und ich mag die Idee, nicht dort zu leben, so bleibt es mein Traumplatz….der Ort, wohin ich gehe, um neue Songs zu schreiben und aufzunehmen. Die Freundschaften, die ich in Los Angeles habe, sind sehr besonders und eng.

Eine kleine Rückblende: Was hast du gedacht, als du die große Eurovision Song Contest Bühne in Düsseldorf 2011 vor über 100 Millionen Zuschauern betreten hast?
„Cool down Tim, stelle dir das Publikum nackt vor und alles wird gut“

Du warst auch Teil des diesjährigen Eurovision Song Contest in deiner Heimatstadt Kopenhagen. Wie war es, Gastgeber des offiziellen Euroclubs sein?
Ein Wort: LOVEly ☺ Eurovision ist immer mit Liebe erfüllt und die Eurovision-Fans sind meiner Meinung nach die besten Fans der Welt. Sie sind so aufgeschlossen und unterstützend.

Erzähl uns vom Treffen mit Conchita Wurst.
Conchita ist ein frischer Lufthauch und wir haben immer noch Kontakt auf Instagram etc. Ein guter neuer FRIEND ☺

Du hast deine erste Solosingle SUPERNOVA im Euroclub während des Eurovision Song Contest veröffentlicht. Was war das Besondere daran? 
Ich wurde in Europa durch den Eurovision mit dem Song „New Tomorrow“ bekannt. Also war ich sehr froh, meine Debut-Single als Solo-Künstler im gleichen Forum und vor den gleichen Fans, die mich im Jahr 2011 mit A FRIEND IN LONDON sahen, zu präsentieren.

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Bitte erzähle uns mehr über SUPERNOVA, dieser wunderschönen Klavierballade.

SUPERNOVA ist ein sehr ehrlicher Song mitten aus meinem Herzen und wurde zusammen mit Xandy Barry geschrieben, der auch für Songs von Miley Cyrus, Katy Perry, Backstreet Boys, Rolling Stones und anderen verantwortlich war. Das Lied handelt von meiner damaligen Freundin. Ich denke, der Text erklärt sich von selbst.

Du hast das offizielle Video zu SUPERNOVA in Deutschland gedreht. Wie und warum kam es dazu?
Ich habe einige gute Freunde in Süddeutschland. Insbesondere in Landau habe ich eine großartige Freundin Uli Zarges mit ihren Freunden und ihrer Familie. Uli sah mich beim Eurovision 2011, wurde zu einer guten Freundin und brachte mich in Kontakt mit Cédric Jack J – einem jungen und dynamischen Musik-Video- und Lichteffekt Künstler. Ich liebe die Natur Süddeutschlands. Uli zeigte mir einige alte Burgen, ich war völlig begeistert von diesen verträumten Orten und dann haben wir das Video dort gedreht.

Was ist die Idee hinter dem SUPERNOVA Video und wann werden wir es sehen?
Ich bin sehr von Träumen inspiriert und dieses Video ist ein Traum, in dem ich vor etwas davon laufe. Vor was genau, weiß ich nicht. Ich mag es, wenn der Betrachter und Hörer seiner Fantasie freien Lauf lassen kann und beim Sehen und Hören eigene Gefühle und Gedanken hat. Im Moment arbeite ich mit Cédric Jack J an der Bearbeitung und Feinabstimmung des Videos. Ich weiß noch nicht, wann es veröffentlicht wird.

Du hast einige Charityauftritte für behinderte Menschen in Deutschland gegeben, die durch eine deutsche Anwaltskanzlei gesponsert und organisiert wurden. Wie war der Unterschied zu anderen Konzerten?
Das Spielen vor behinderten, schwerverletzten Menschen und schwerkranken Kindern ist immer etwas Besonderes. Ich liebe es, diesen Menschen einen einzigartigen Moment zu geben, den sie sonst in ihrem Alltag nicht erleben können. Diese Charitygigs in Deutschland waren sehr besonders. Die Betreuerinnen sagten mir, dass sie ihre Patienten vorher nie so ruhig und konzentriert sahen. Normalerweise haben sie Tics und können nicht lange ruhig sitzen, aber als ich gesungen habe, war alles anders. Das zeigt mir, dass die Musik wirklich alle berührt, ob jung, alt, behindert, krank oder was auch immer. In diesen 45 Minuten hat sich jeder normal gefühlt. Musik ist die Sache, die uns alle gleich macht.

Und jetzt probst du für die Rolle als Fisch Flounder (in dt. Fabius) in Disneys Musical „ Die kleine Meerjungfrau“. Wie kam es dazu?
Dies ist bereits meine dritte professionelle Rolle in einem Musical. 2008 habe ich in „High School Musical“ gespielt, letztes Jahr dann „HAIR“ in der Hauptrolle des Claude und dieses Jahr ist es nun Flounder in Disneys „Die kleine Meerjungfrau“. Ich begann mit 9 Jahren Theater zu spielen und eigentlich war es das, was ich machen wollte. Aber dann traf ich 2003 auf der „School of Arts“, wo ich ein Jahr lebte, einige inspirierende Menschen und die Jungs von „A FRIEND IN LONDON“. Unsere Musik-Karriere begann und ich vergaß das Theater und die Schauspielerei. Aber wie es so ist, holte mich meine Vergangenheit wieder ein und ich konnte nicht länger dem Theater fern bleiben. Ich bekam die Rolle des Flounder nach einem Casting mit mehr als 200 hoffnungsvollen Schauspielern und Tänzern. Ich liebe diese kleinen Projekte, sie geben mir Inspiration immer wieder zu meiner Musik zurückzukehren. (und über das Finanzielle brauchen wir gar nicht zu sprechen, natürlich kann ich dadurch meine weitere Musikkarriere finanzieren. Seien wir ehrlich, es gibt kein Geld in der Musik, es sei denn du bist Bruce Springsteen oder Michael Jackson)

Wie wird die Zukunft aussehen? Wo wirst du in einem Jahr sein?
In einem Jahr werde ich mit meinem Debut-Album auf Tour sein.

Und am Ende die „Famous Last Words“…sag etwas zu deinen Fans!
Ich nenne meine Fans FRIENDS und ich möchte euch alle bitten, euch für meinen monatlichen Newsletter anzumelden, indem ihr einfach eine Mail an timschouonline@gmail.com schreibt. Das ist eine einfache Möglichkeit, euch auf dem Laufenden zu halten und glaubt mir, eine Menge Dinge werden passieren. Noch nie konnte man so nah an einen Künstler rankommen! Also „Willkommen in der FRIENDzone“

Hugs Schou ;)

Uli Zarges für Rockinwords

[Englisch Transkript]
https://www.facebook.com/timschouonline
http://www.timschouonline.com/

Rockintalks: Tim Schou
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