MightyOaks
Gefühlt habe ich den Namen der Band im letzten halben Jahr etwa 281934792 mal gelesen. Sei es, dass sie als Vorband von bekannteren Bands wie CHVRCHES durch die Gegend touren, dass das Berlin Festival sie zum Partner-Festival nach Sziget schickt oder dass sämtliche Berliner Lifestyle Blogs sie in den Himmel loben, die Mighty Oaks sind momentan scheinbar überall.
Umso länger dauerte es aber, bis es zum ersten „Live“-Kontakt mit der Band kam, nämlich genau bis zum 27.06., ihrem Auftritt auf dem Kosmonaut Festival in Chemnitz. Und siehe da: Der ganze Hype ist vollends berechtigt.

Die Mighty Oaks bestehen aus gerade einmal 3 Mitgliedern und sind ein bestes Beispiel für die Globalisierung und das heutige Kommunikationszeitalter: Songwriter Ian Hooper, gebürtig aus dem US-Bundesstaat Washington, zog für das Studium erst nach Portland, dann nach München und lernte seine zukünftigen Mitstreiter in Hamburg kennen. Seine Mitstreiter, das sind Craig Saunders aus England und Claudio Donzelli aus Italien. Und einer nach dem anderen zog schließlich nach Berlin, – wohin auch sonst? – wo sie sich nun vollends auf ihre Musik konzentrieren.
Dass sich drei Menschen aus so unterschiedlichen Gegenden der Welt treffen und es so kommt, dass sie alle in eine Stadt ziehen und dort zusammen Musik machen, das kann nur Schicksal sein. Oder zumindest lässt die Musik, die bei dieser Kollaboration herauskommt, darauf schließen. Denn die ist einfach wunderschön.

Im Zentrum der folklastigen Musik, die beizeiten etwas an Mumford & Sons erinnert, stehen Akkustikgitarre und Mandoline. Das Schlagzeug steht stark im Hintergrund, manchmal kommt lediglich die Bass Drum oder ein Tamburin zum Einsatz. Den Rhythmus geben definitiv die Gitarren vor, getragen vom rauen, aber gefühlvollen Gesang Hoopers oder gar vom Gesang des gesamten Trios im Satzgesang.
Bei dieser stimmigen Kombination ist es nicht verwunderlich, dass nach 2 EPs ihr Debütalbum Howl in diesem Jahr sofort in die Top Ten Album Charts eingestiegen ist. Schon allein der Opener Brother lädt dazu ein, den Refrain (I follow you!) mitzugröhlen, und beschwört das Gefühl von Sommer herauf.

Durchweg ist jeder einzelne Song der Mighty Oaks ein stimmiges Gesamtpaket, Ian Hooper versteht definitiv etwas vom Liedermachen… und sieht selbst auch so aus, wie seine Musik sich anhört: Vollbart, lange blonde Haare, und ein warmes bis verschmitztes Lächeln auf den Lippen. Auf einem sommerlichen Festival sind die drei Wahl-Berliner von der Atmosphäre wohl am besten aufgehoben, doch kann sich ganz Europa auf der The Golden Road Tour davon überzeugen, ob sie uns auch im regnerisch-herbstlichen November die Sonne aufs Gesicht scheinen lassen können.

Penny für Rockinwords

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Rockintalents: Mighty Oaks
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