1655009_609296029135729_741840553_o„Liebes Großbritannien,
wieso hast du eigentlich immer ein musikalisches Ass im Ärmel?
Dein treuer Fan“

Man kommt nicht umhin, aber der Süden der Insel bringt immer wieder großartige und talentierte Bands hervor, die die Musiklandschaft gehörig aufmischen.

Eine dieser Überfliegerbands, die im Moment in aller Munde ist, ist das Rock-Duo Royal Blood aus Brighton. Mike Kerr und Ben Thatcher ahnten Anfang 2013 noch nicht, welche Wellen der Begeisterung sie bald schlagen würden.

Spulen wir ein wenig in der noch sehr jungen Bandgeschichte zurück:

Mike Kerr und Ben Thatcher kennen sich schon seit sie Teenager waren und sich gegenseitig unter die Lupe nahmen, während sie in verschiedenen Bands spielten. So spielte Kerr unter anderem in der Band Hunting the Minotaur, damals noch am Keyboard, und Thatcher in der Band Joey Nightmare. Als Mitglieder in einer Hochzeitsband konnten sie erste gemeinsame Auftritte verbuchen.

Dann ging Kerr eine Zeit lang reisen, seine Wege führten ihn nach Australien, aber nach 9 Monaten flog er zurück in die Heimat und wurde am Flughafen von Thatcher abgeholt. Fortan nahm die Geschichte ihren eigenen Lauf, mit Basslines im Kopf und einem gesunden jugendlichen Leichtsinn, frug er Thatcher noch am selben Tag, ob sie nicht eine Band gründen wollen und zack: Royal Blood ward geboren.
Danach ging alles ganz schnell. Einen Tag später standen sie bereits zusammen im Proberaum, am darauffolgenden Tag folgte der erste gemeinsame Gig vor Freunden in einer Bar.

Promo der besonderen Art bekamen sie während des Auftritts der Arctic Monkeys beim Glastonbury 2013. Dort trug Drummer Matt Helders ein Shirt mit der Aufschrift Royal Blood und sorgte so dafür, dass ihr Bandname von einer breiten Masse gesehen wird. Sowohl live vor Ort als auch in der Übertragung am Bildschirm daheim. Besser hätte es wohl kaum für eine unbekannte Band laufen können. Kurze Zeit später wurden sie als Vorband für die Finsbury Park Konzerte der Arctic Monkeys bestätigt.

Nachdem ihre Songs unter anderem bei Radio 1 gespielt wurden, klopfte schon bald das Majorlabel Warner an die Tür und nahm sie unter Vertrag.

Bereits ihre EP bescherte ihnen Lobgesänge, so dass es kaum verwundert, dass ihr selbstbetiteltes Debüt Album Royal Blood wie eine Bombe einschlug und auf 1 in die britischen Albumcharts ging. Mit ihrem Debüt haben sie, seit Noel Gallagher’s High Flying Birds‘ aus dem Jahr 2011, das sich am schnellsten verkaufte Rockdebüt in drei Jahren hingelegt.

Man kann sich also vorstellen, warum Royal Blood als DIE Hoffnung für wahre und echte Rockmusik gelten. Mit Kerr am E-Bass, welcher in Verbindung mit drei Verstärkern und eigenen Pedalen, um deren genaue Anwendung er ein Geheimnis macht, teils gitarrenähnliche Klänge hinlegt und Thatcher am Schlagzeug, kreieren sie eine Wall of Sound, die niemanden entkommen lässt. Ihre Musik geht in die Grunge-/Post-Garage-Richtung und erinnert sehr an Musik aus den Staaten, die ihre ganz eigene britische Note verpasst bekam. Sie sind laut und wenn man sie live sieht, stellt man fest, dass sie genauso wie auf ihrem Album klingen, nur lauter und BESSER. Man wird regelrecht angesext vom Bass und den Drums des Duos.

Die BBC nahm sie dieses Jahr als einzige Rockband in die Newcomer Longlist 2014 auf. Bei den Xperia Access Q Awards sind sie als Best New Act nominiert und beim Mercury Prize folgte die Nominierung für das Album of the Year. Es scheint, als hätten sie alles richtig gemacht und es lautet bald:„…and the winner is…Royal Blood“.

Man kann also festhalten, dass Alex Turner mit seiner bei den diesjährigen Brit Awards getroffene Aussage “Rock’n’roll will never die“ Recht behält. Royal Blood sind der beste Beweis dafür!

Siss für Rockinwords

royalbloodband.com
www.facebook.com/RoyalBloodUK

 

Rockintalents: Royal Blood
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