Morrissey 2014 - CMS Source„Alte Götter sterben nicht.“ Das haben sich sicherlich viele gedacht, als Morrissey sich dieses Jahr mit einem neuen Album zurück meldete. Dass Moz, wie er liebevoll von seinen Anhängern genannt wird, die Fans kurz darauf mit einer Krebsbeichte in Aufruhr bringt, damit hätte niemand gerechnet. Morrissey ist eine Konstante im Musikbusiness, ein Künstler der gerade durch seine kontroversen Aussagen und Attitüden eine solch große Fangemeinde gewinnen konnte. Dies ist mitnichten ein Nachruf, denn noch bewegt Morrissey mit seiner Stimme die Menschen und traut sich sogar trotz Krebsbehandlung, auf Tour. Dies ist ein kleiner Tribut an einen der ganz Großen.

Sean Patrick Morrissey, geboren am 22. Mai 1959 in Manchester, wurde vor allem durch seine Arbeiten mit der Band The Smiths bekannt, welche er zusammen mit Johnny Marr gründete. Viele seiner zynischen und mehrdeutigen Texte handelten damals schon von seinem Leben, seiner Kindheit und Veganismus. Andere Lieder gaben Grund zur Spekulation bezüglich seiner Sexualität, wozu er sich aber nie äußerte. Die Songs und Bedeutungen blieben dieselben, selbst nachdem The Smiths sich 1987, nachdem Marr die Band verließ, dazu entschlossen, getrennte Wege zu gehen. Allerdings ließ sich Morrissey danach nicht viel Zeit, sein erstes Soloalbum auf den Markt zubringen, welches von den Fans mit offenen Armen empfangen wurde.

Zu Beginn zwar nie kommerziell so erfolgreich wie zu seinen The Smiths Zeiten, wurden die Anhängerschaft um Morrissey immer größer. Dem taten die unzähligen Gerüchte um Pädophilie und Rassismus nie einen Abbruch. Wahrscheinlich waren gerade diese Kontroversen, die er mit seinen Liedern hervorrief, einer der Gründe, wieso Moz solch Massen an Fans anzieht. Doch nicht nur solcher Kritik musste sich Morrissey stellen. Ständige Wechsel der Plattenfirmen sowie gecancelte Touren sind etwas, an das die Fans mittlerweile gewöhnt sind und was man Moz nie wirklich übel nahm. Ein Exzentriker bleibt Exzentriker bleibt Exzentriker und genau dafür wird er so sehr geliebt. Schließlich muss es einen Grund geben, wieso er 17.000 Karten innerhalb von 22 Minuten verkaufen kann.

Nun brachte mit World Peace Is None of Your Business Morrissey sein achtzehntes Album raus, zu dem auch das eine oder andere Best of gehörte, und auch hier bleibt er sich seinem Stil treu. Eine priese Sarkasmus, mehr Zynismus, sehr viel Ehrlichkeit und schon bekommt man Lieder wie The Bullfighter Dies, Kick the Bride Down Aisle oder I’m Not a Man, ein Lied welches sich mit den Klischee Vorwürfen gegenüber Männern auseinandersetzt (Auszug: Wheeler, dealer. Mover, shaker. Casanova. Beefaroni. A-ho but lonely. Well if this is what it takes to describe…I’m not a man. I’m not a man. I’m something much bigger and better than a man). Das Album schaffte es – trotz Trennung vom Label und den Schwierigkeiten, die damit entstanden – auf Platz 8 der deutschen Charts, daher wundert es nicht, dass wir uns dann bald auf Moz hier in Europa freuen dürfen. Denn trotz dem Rat der Ärzte, die Tour abzusagen, scheint er die Konzerte spielen zu wollen.

Auf diesem Weg wollen wir Morrissey alles Gute für seine Behandlung wünschen und hoffen, dass er trotz seiner Worte ‚I’ll rest when I’m dead‘ noch einige Zeit hat, bevor er sich ausruhen darf.

Melle/Rockinwords

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