Darkhaus – 16.11.2014 – Kulttempel, Oberhausen

Untitled7Mitten während ihrer Tour als Support von Letzter Instanz spielten die Jungs von Darkhaus am 16.11.2014 ein einzelnes und damit auch ihr letztes Headliner-Konzert in 2014. Die Ehre gaben sie sich im Oberhausener Kulttempel und lockten vor allem mit dem Versprechen, das komplette Album My Only Shelter, welches vor fast genau einem Jahr erschienen war, live zu präsentieren. Der geneigte Darkhaus-Fan machte sich also auf den Weg in die westlichen Gefilde, um sich das nicht entgehen zu lassen. Schließlich weiß man doch, dass man mit großer Wahrscheinlichkeit das ein oder andere Lied seiner Lieblingsband niemals wieder live zu hören bekommen wird.

Vorbands an diesem Abend war The Weyers aus der Schweiz und Gloomball aus Mannheim. Leider kamen wir aufgrund des etwas vorgezogenen Schedules nicht in den Genuss der Supports, jedoch machten sich nach dem Abend Stimmen breit, die bestätigten, dass beide Acts wohl mehr als gut beim Publikum angekommen waren.

Während die erste Reihe natürlich schon seit dem Einlass vor der Bühne verharrte, spazierte schließlich halb Darkhaus über dieselbige, um alles startklar zu machen, bevor es dunkel wurde und Jubel durch den gut besuchten Kulttempel strömte. Nach und nach betraten Gary, Rupert, Marshall, Paul und zu guter Letzt Sänger Ken die Bildfläche, um sofort mit Grace Divine loszulegen. Es brauchte nur ein paar Takte, bis sich die Menge vor der Bühne in Bewegung setzte, tanzte und mitsang und auch die letzten paar Zuschauer hinzustießen, die sich zuvor noch an der Bar oder am Merch aufgehalten hatten. Bereits als dritten Song sagte Sänger Kenny nach einer kurzen Begrüßung das allseits beliebte Ghost an und zu seinem hingebungsvollen Gesang gesellte sich spätestens im Refrain ein ganzer Chor an Fans. Die glücklichen Gesichter im Zuschauerraum wurden auf der Bühne vor allem von Gitarrist Rupert und Bassist Gary widergespiegelt, die immer wieder das Publikum zum Klatschen und Mitsingen animierten – mit Erfolg.
Untitled1Weitere Highlights der Setlist waren natürlich Looks Like Rain und Son Of A Gun, bei denen die Band alles gab und der Frontmann die weiblichen Zuschauer in den ersten Reihen mit seinem breiten Lächeln beglückte, wenn er nicht gerade den Raum mit seinem tiefen und eindringlichen Gesang füllte. Aber glückliche weibliche Zuschauer hin oder her – man muss einfach mal festhalten, dass Darkhaus sich mal wieder wieder von einer höchst professionellen Seite gezeigt haben. Sie kamen mit einer ausgeklügelten Setlist daher, der Sound war großartig (was natürlich auch immer von der Venue abhängig ist) und das Zusammenspiel dieses eigentlich bunt zusammengeworfenen Haufens hört sich an, als würden sie seit Jahrzehnten miteinander auf der Bühne stehen. Der „bunte Haufen“ wurde dann auch gegen Ende des Sets von Sänger Hanlon noch einzeln vorgestellt und natürlich ausgiebig bejubelt. Nachdem die Band die Bühne nach Breaking The Silence verlassen hatte, erklangen umgehend Zugabe-Rufe, welche natürlich Gehör fanden. Schließlich fehlte noch ein Lied aus My Only Shelter, und zwar Apostle. Hierzu kam Kenny dann sogar mit Akustikgitarre zurück auf die Bildfläche und bescherte den Fans zusammen mit seinen Kollegen Paul, Gary, Rupert und Marshall einen gelungenen Ausklang des Abends.

Fazit: Man muss Darkhaus (mindestens) einmal gesehen haben. Es gibt aktuell wenige Bands, die erst diese relativ kurze Zeit zusammen, aber schon so perfekt aufeinander eingespielt sind – was natürlich auch daran liegen mag, dass Darkhaus quasi eine Auslese aus erfahrenen und vor allem professionellen Musikern ist. Dazu kommt, dass es kaum einen Song gibt, der nicht eingängig ist und nicht sofort im Radio gespielt werden könnte. Man darf gespannt sein, ob die Band es schafft, auf diesem Niveau zu bleiben und gleichzeitig mit dem nächsten Album etwas Neues zu schaffen.

Setlist:

Grace Divine
Drive
Ghost
Hour Of Need
Looks Like Rain
Our Time
Son Of A Gun
Life Worth Living
Break Down The Walls
Hurts Like Hell
Angelina
Don’t Close Your Eyes
Breaking The Silence
———————-
Apostle

Molle/Rockinwords
Fotos von Nadine von D

www.darkhaus.com
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