„Apoptygma Berzerk needs permission to land“

apop10.jpg

Am 04.02.war es endlich soweit. Die vier Norweger kamen mit neuen Album endlich wieder auf Tour und einer der vielen Wege führte sie in die Krefelder Kulturfabrik, wo sich an diesem Abend bereits um 19Uhr einige lange Schlange vor dem Eingang versammelt hatte. Ungeduldig, die Tickets bereits in den Händen, harrten die Fans in der Kälte um endlich ihre Band auf der Bühne zu sehen. Grosse Letter an der Front der KuFa kündigen die Musiker an, die bereits im letzten Jahr auf den deutschen Bühnen zu sehen sein sollten. Doch lassen sich Meisterwerke nur ungern hetzten und so verschob sich mit dem Release des Albums auch die Tour. Doch gut Ding will weile haben und so standen zufriedene Gesichter vor der Halle, deren Tore um halb acht geöffnet wurden, um die Fans ein zu lassen.
Geduldig wurden die Taschenkontrollen hingenommen, ehe man sich vor der letzten Türe aufreihte, um sich einen guten Platz vor der Bühne zu sichern. Doch auch hier dauerte es nicht mehr lange und die letzte Hürde war überwunden.
Während sich die Menge in der KuFa verteilte, bahnten wir uns einen Weg zum Tourbus, um ein kurzes Intermezzo mit Frontmann Stephan Groth zu führen. Bei unserer Rückkehr war die Halle bereits gefüllt mit Menschen, die nur auf eines warteten: Apoptygma Berzerk.
Doch bevor der Hauptact auf die Bühne kam, betraten Anix aus Californien die Bühne. Vier junge Männer, die auf den ersten Blick an eines denken ließen: 30 Seconds to Mars. Und auch bei den ersten Klängen wurde man den Vergleich nicht los, was durchaus im positivem Sinn gemeint ist. Frisch drang der Sound ans geneigte Ohr und man vergaß fast, dass diese Band nur die Menge anheizen sollte.
Doch das kurze Set war schnell vorbei und die Umbauarbeiten waren schnell erledigt, als auch schon die ersten elektrischen Klänge durch die Boxen drangen.
Frederik war der Erste, der die Bühne betrat und seinen Platz unter tosendem Applaus hinter den Drums einnahm. Als nächster folgte Geir, der mit einem breiten Lächeln hinter den Keybords und Synthesizern verschwand, als auch schon Angel die Bühne betrat. Der Applaus schien nicht abebben zu wollen.
„Please to meet you, we came to drop bombs on you.“
Die elektronisch verzehrte Stimme Geirs drang aus den Boxen und begrüßte die Fans genauso, wie es schon auf der CD zu hören war. Und erst dann betrat Frontmann Stephan die Bühne. Die Energie, die von den Mannen ausging, war fast greifbar und als das Lied mit einem Schlag anfing, gab es weder vor noch auf der Bühne kein Halten mehr.
Mit Begeisterung wurde das neue Lied gefeiert und mitgesungen, während der Sänger auf der Bühne schon zu Anfang alles gab. Nach „Weight of the World“ folgte mit „Apollo (live on your TV)“ die erste Single des neuen Albums, dessen Video in Hamburg gedreht wurde.
Doch ob Old School, New School, Synthi Pop oder Electro Rock, die Fans lieben das, was Apoptygma Berzerk ihnen liefern.
Mit „Eclipse“ boten die vier Norweger zum ersten Mal an diesem Abend etwas von einem älteren Album. Eine gesunde Mischung schallte dem Publikum aus den Boxen entgegen.
Inbrünstig tönten Stephan die Stimmen der Fans entgegen als „In this Together“ angestimmt wurde, das vom Album „You and me Against the World“ stammt und ihnen den kommerziellen Erfolg gesichert hatte.
Nach neuen Songs wie „Shadow“ und „Black vs. White“ und älteren Werken wie „Love never dies“ und „Until the End of the World“ wurde es auf der Bühne etwas ruhiger. Frederik verließ seinen Platz hinter den Drums, um mit einer Gitarre nach vorne zu kommen und so seinen Beitrag zu dem langsamen „Butterfly Defect“ abzuliefern.
Und es blieb auch weiterhin ruhig. Angel und Frederik verließen die Bühne und ließen somit Geir und Stephan alleine zurück, die das New Order Cover „Bizarre Love Triangle“ anstimmten.
Doch diese kleine Pause tat der Stimmung in der Halle keinen Abbruch. Mit „Kathys Song“ und dem Hit „Shine on“ verließen die Norweger unter Jubel und Applaus zum ersten Mal an diesem Abend die Bühne. Erst nach unzähligen Zugaberufen betraten nacheinander Frederik, Angel, Geir und Stephan erneut die Bühne. „It’s about time“ schrie der Gitarrist in die Menge und jeder wusste, dass nun „Starsign“ an der Reihe war. Nach „Non-Stop Violence“ endete der Abend mit „Mourn“.
Zufrieden entließen die Fans Apoptygma Berzerk von der Bühne, um langsam Richtung Ausgang zu strömen, wo einige noch am Merchstand Halt machten, um das ein oder andere Andenken mit nach Hause zu nehmen. Doch viele warteten auch auf ihre Band, die es sich nicht entgehen ließ, sich unter die Fans zu mischen.
Apoptygma Berzerk ist eine Band, die man live gesehen haben muss, um zu verstehen, was Liebe zur Musik bedeutet. Denn das ist es, was die vier Männer nach fast 20 Jahren Bühnenerfahrung immer noch vermitteln.

Setlist
Weight of the World
Apollo (Live on your TV)
Eclipse
Mercy Kill
Asleep or Awake
Lost in Translation
In this Together
Shadow
Black vs. White
You keep me from breaking apart
Love never dies
Until the end of the World
Butterfly Defect
Bizarre Love Triangle
Kathys Song
Shine On
—-
Starsign
Non Stop Violence
—-
Mourn

Melle / Rockinwords

www.apoptygmaberzerk.de

Rockinconcerts: Apoptygma Berzerk
Markiert in:                     

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*

This blog is kept spam free by WP-SpamFree.