10633351_10152377515973719_7044623438801578760_oIch weiß es noch genau, es war ein Abend im C-Club Berlin im Februar 2013, das Wetter dementsprechend bescheiden, Yellowcard waren Headliner (auf die wir ehrlich gesagt wenig Lust verspürten) und wir hatten gerade ein von Pannen geplagtes Interview mit The Blackout hinter uns. Dann betrat der erste Support Act die Bühne: Set It Off. Und wir so: „Wuuuaaaaaat?“
Optisch eine Kreuzung aus Panic! At The Disco und My Chemical Romance hauten die fünf Jünglinge aus Florida erstmal ordentlich auf den Putz. Sie hatten im Vorjahr ihr Debütalbum Cinematicsveröffentlicht, das auch musikalisch in die Richtung der oben genannten Zugpferde der Emo-Bewegung ging: Tanzbare Rhythmen und hohes Tempo zu „Orchestral Pop Rock“, dazu noch die markante, leicht quäkige Stimme von Frontmann Cody Carson, dessen Vergangenheit als Teil einer High School Marching Band ihn scheinbar damals noch verfolgte.

Auf Cinematics jagt ein Ohrwurm den nächsten: NightmareSwan SongPlastic Promises,… Allein beim Hören bleiben die Füße nicht stehen und man freut sich auf die seltenen ruhigen Songs, um nochmal tief durchatmen zu können.

Set It Off retteten an jenem Konzert im Februar ohne Zweifel unseren Abend und als Belohnung scheint die Erfolgskurve des Quintetts immer weiter nach oben zu zeigen, obwohl sie (oder gerade weil?) auf dem Weg zu ihrem nächsten Album Duality die schwarzen Klamotten und den Zylinder in den Kleiderschrank verbannten. Nein, stattdessen trägt man jetzt, was immer schick aussieht, man ließ das schwarz gefärbte Haar rauswachsen und kommt nun schön hipster-esk daher. Der Brendon Urie-Gedächtnis-Look gehört definitv der Vergangenheit an!

Ebenso hat sich der Grundton der Musik geändert: Viel mehr gute Laune zu den immer noch orchestralen Ohrwurm-Sounds. Zum Beispiel Why Worry? – welcher Titel drückt Gute-Laune-Sounds besser aus? Doch bei Songs wie The Haunting scheint auch manchmal noch die düstere Seite durch und wirkt keinesfalls deplaziert auf dem Album. Eine Evolution, die völlig natürlich klingt.
Man möchte durchgehend mitklatschen, seine Hüften schwingen und durch das Zimmer tanzen und scheinbar geht es da nicht nur mir so, sondern seit Duality gehören Set It Off einer ganz anderen Rock-Liga an, sind Stammkunden im britischen Kerrang!-Magazin und kommen nun im Mai endlich wieder nach Europa, um ihren Status weiter auszubauen.

Für alle Fans von Pop Rock, Emo-Mucke, hübschen Jungs und Gitarrenmusik, die fröhlich macht, sind die Termine Pflicht. Man darf annehmen, dass sich Set It Off mit ihrem momentanen Stand in der Rockszene immer noch nicht zufrieden geben werden und dass da noch so einiges auf uns zukommt. Und dass man das Gespann aus Tampa noch einmal in so kleinen Venues erleben darf… Das bezweifle ich.

Tour Dates:
14. Mai – Köln, Underground
15. Mai – Wiesbaden, Kulturzentrum Schlachthof
16. Mai – Hamburg, The Rock Café
17. Mai – Berlin, Comet Club
19. Mai – München, Backstage

Penny für Rockinwords

www.setitoffband.com/
www.facebook.com/setitoffband

RockinTalents: Set It Off
Markiert in:     

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*

This blog is kept spam free by WP-SpamFree.