The Used – Live & Acoustic at The Palace
Label: Hopeless Records
Release: 01.04.2016

theusedliveGerade kehren sie von ihre Jubiläumstour zum 15jährigen Bandbestehen (Verdammte Hacke, sind wir alt geworden!?) zurück, da kommt schon das nächste Geschenk um die Ecke: Ein Akustikalbum mit Live-Musik und der dazugehörigen DVD! So hat man die Band tatsächlich noch nie erlebt. Eine ganz neue Erfahrung, aber passt das wirklich zusammen?

Natürlich wurde die Setlist etwas angepasst. Die „härteren“ und schnelleren Live-Klassiker wie Maybe Memories oder Take It Away wurden gestrichen, dafür findet man einige Songs auf der Akustik-Liste, die die US-Amerikaner seit Jahren nicht mehr gespielt haben, zum Beispiel beginnen sie gleich mit Tunnel vom 2008er-Album Shallow Believer. Was auf dem Album ein abrundender Schluss ist, bildet hier einen gefühlvollen Opener, der direkt klar macht: Das hier ist kein normales The Used-Konzert.
Danach folgt das obligatorische Taste Of Ink, ohne das ein Konzert von The Used einfach undenkbar wäre, egal ob mit oder ohne Strom. Es folgen Yesterday’s Feelings und Lunacy Fringe, die dann wiederum eher nicht zum normalen Live-Repertoire gehören. Fans wird es freuen, diese Songs hier in einer ungewohnten Version hören zu dürfen. Ebenso wurde Paralyzed wieder aus der Mottenkiste hervorgeholt und auch Hard To Say erlebt sein Revival. Und spätestens hier fühlt man sich über 10 Jahre zurückversetzt und kann gar nicht glauben, dass seitdem soviel Zeit vergangen ist.

Die Ansagen von Sänger Bert McCracken sind so, wie man sie erwartet: Dankbar, gefühlvoll, etwas irre, aber vor allem verwundbar, schon zu Anfang ist er den Tränen nahe vor Rührung.
Das Ende des Sets bildet – was soll es anderes sein – On My Own. Diesen Song performten McCracken und Gitarrist Justin Shekoski schon seit längerem im Duett als Zugabe o.ä. auf ihren Konzerten und lösten reihenweise Gänsehaut aus.

Das Live & Acoustic At The Palace ist für Fans der Band ein absolutes, dreifaches MUSS MUSS MUSS. Alleine für die Raritäten, die für diesen Abend hervorgekramt und aufwändig umrangiert wurden, lohnt es sich wirklich. Da sich die Band ja auch schon länger vom Shouten der Anfangszeit entfernt hat, funktionieren die ausgewählten Songs in diesem Setting auch ganz großartig. Als einzige Schwäche könnte man – und ich kann nicht glauben, dass ich das tatsächlich schreibe – die Stimme von Bert McCracken ausmachen. Denn das markante Quäken seiner Stimme, welches in Studioaufnahmen nicht so rauskommt und auf Live-Konzerten sonst durch die Lautstärke an Intensität verliert, ist je nach Tonlage bei diesen Akkustik-Songs wirklich sehr prägnant. Mir ist das egal, er könnte mir auch das Telefonbuch vorlesen, während er eine Wäscheklammer auf der Nase hat. Aber ich warne vor, wegen Objektivität und so…

Penny/Rockinwords

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Rockinrecords: The Used – Live & Acoustic at The Palace

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