Mallory Knox – Wired
Release: 10.03.2017
Label: Sony Music Entertainment UK Limited

Mallory Knox veröffentlichen in regelmäßigen Abständen neue Alben bzw. Songs, was ihre Fans durchaus freuen dürfte. Ihr zweites Studioalbum ist gefühlt immer noch im Ohr und schon warten sie mit dem Nächsten auf. Mit ihrem dritten Studioalbum Wired wollen die 5 Mannen aus Cambridge ganz offensichtlich ihr Nice-Guy-Image ablegen und härtere Töne anschlagen. Ob das jetzt so gut funktioniert und überhaupt sinnvoll ist, ist dabei doch eher fraglich. 

Bereits im Opener Giving it Up werden direkt härtere Töne angeschlagen. Die Instrumente wirken kraftvoller und energiegeladener als auf den Vorgängeralben, aber dennoch stört eine Sache dabei immens: Der nicht mehr vorhandene Gesang Mikey Chapmans. Durch den Fokus auf die instrumentelle Betonung wird seine Stimme immer mehr in den Hintergrund gedrängt, sodass am Ende nicht viel bleibt, was dem Ohr gefallen könnte. Und leider muss hier auch gesagt werden, dass sich dieses Fehlen der eigentlich einprägsamen und schönen Stimme durch fast alle Songs auf Wired zieht.

Ihr Hauptziel scheint es primär zu sein, zu zeigen, wie es um ihre Fähigkeiten an den Instrumenten steht – und da kann und darf man auch nicht meckern, die sind top! Sie sind wohl das Beste, was Mallory Knox bis jetzt abgeliefert haben. Lucky Me ist dann auch der Song, der das neue Konzept der Cambridger am besten vermitteln kann: Harte und kraftvolle Instrumente und die passende gesangliche Attitüde, die hier nicht untergeht und überspielt wird. Die restlichen Songs wirken im Gegensatz dazu, leider viel zu oft überproduziert und übers Ziel hinaus geschossen. 

Stärken gibt es textlich bei den Songs For You sowie Better of without You, welche sich mit Depression und Angst auseinandersetzen und aufzeigen, dass der Griff in den Medikamentenschrank nicht immer die beste Idee ist. Auch Falling in Love kann durch seinen ruhigen Start – Chapman wird hier lediglich durch Gitarrenzupfen begleitet – und den plötzlich eintretenden Wumms des Schlagzeugs überzeugen. 

Fazit: 

Wenngleich Mallory Knox versucht haben, aus ihrem gewohnten und sicheren Sound auszubrechen, ist ihnen das nur teilweise überzeugend gelungen. Wer auf ein ausgezeichnetes Arrangement von Instrumenten steht, wird hier glücklich werden. Wem jedoch auf den Vorgängeralben vor allem der Gesang gefallen hat, der wird hier eher unglücklich, denn dieser ist in fast allen Songs zu schwach und wirkt wie ein notwendiges Übel, weil es ohne eben nicht geht. Man darf diese Kritik nun auch nicht falsch verstehen: Mallory Knox ist eine gute Band, die aus ihrem Catchy-Trott ausbrechen wollte, leider ist ihnen das jedoch nur an wenigen Stellen wirklich gut gelungen. Vielleicht schaffen sie es mit ihrem nächsten Album. 

Siss für Rockinwords

www.malloryknox.com
facebook.com/malloryknoxuk

Rockinrecords: Mallory Knox – Wired
Markiert in:         

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*

This blog is kept spam free by WP-SpamFree.