Deaf Havana /w Dinosaur Pile-Up
02.04.2017 
Berlin – Columbia Theater

Wenn der Frühling in Berlin einkehrt, werden die Hauptstädter immer etwas glücklicher und freuen sich, dass die graue Tristesse vorbei ist. Wenn an einem solchen Tag auch noch ein Konzert stattfindet, ist das quasi mit einem Jackpot gleichzusetzen. Am 2. April konnten sich Fans britischer Musik also gleich doppelt freuen: Mega Wetter trifft auf mega Bands – ding ding ding!
Im Columbia Theater traten an diesem Abend die britischen Bands Deaf Havana und Dinosaur Pile-Up auf. Ein musikalischer Mix, der aufs erste Hören nicht zu passen scheint, aber live – und zwischen den Konzerten mit viel Spaß und Feierei – super funktioniert. Dass schon weit vor Konzertbeginn erste Fans vor der Venue hausierten und warteten, dass sich die Türen öffnen, spricht ebenfalls für die Qualität der Bands.

Pünktlich um 21 Uhr standen Dinosaur Pile-Up auf der Bühne und mussten zunächst in einem mäßig gefüllten Saal für Stimmung sorgen. Wer das Berliner Publikum kennt, weiß, dass das manchmal eine sehr schwierige Aufgabe darstellt. Die drei Mannen um Sänger Matt ließen sich davon jedoch nicht beeindrucken und spielten ihr Set mit Bravour. Der Sound war laut und erinnerte dabei stark an erstklassigen Grunge, der nicht von der Insel, sondern eher von der Westküste der USA zu kommen scheint. Die Skeptiker im Publikum kamen nicht umhin und bewegten irgendwann ihre Köpfe im Takt. Viel gesprochen wurde mit dem Publikum nicht, da die Band noch etwas fertig vom Vorabend war. Dennoch konnten sie mit Songs wie White T-Shirt and Jeans und Arizona Waiting überzeugen. Als Abschlusssong wurde 11:11 gewählt, bei dem sich die drei nochmals in Rage spielen konnten, bevor sie ihr Soll an diesem Abend erfüllt hatten. 

Eine kleine Umbaupause später war es endlich an der Zeit für den Mainact des Abends: Deaf Havana. Als sie die Bühne betraten, waren sie sichtlich überrascht, wie voll der größte Club, den sie bis dato in Berlin bespielen durften, ist. Schon beim Openener Sing war eins klar: Die Berliner Fans sind heiß und wollen keine Sekunde verschwenden, um ihre Freude der Band zu zeigen. Die gute Stimmung im vollen Saal zog sich durch Songs wie Mildred (Matthew kann mittlerweile immer besser singen), 22Trigger und Leeches u.v.m. 

Wer die Entwicklung der Band in den letzten Jahren etwas verfolgt hat, weiß um ihre Liebe für Berlin. An diesem Abend konnte James Veck-Gilodi endlich den Song Cassiopeia spielen und mit voller Leidenschaft Oh Berlin my love, I’ve got you underneath my skin singen. Wie sehr sie die Haupstadt lieben, haben sie während des Sets immer wieder betont, ebenso wie die Tatsache, dass sie geflasht von der Menge an People who give a shit about our band (Matthew’s Worte) seien. Die Dankbarkeit der Band wurde auf die Fans übertragen, die begeistert mitsangen, tanzten und klatschen, ohne dass es großer Instruktionen der Band bedurfte. Mit dem Song Happiness konnte James nochmals sein Talent als Sänger unter Beweis stellen (wenn daran überhaupt noch jemand zweifelte).

Fazit: 
Der Mix aus alten und neuen Songs zeigte an diesem Abend, wie weit Deaf Havana mittlerweile gekommen sind. Ihre Performance auf der Bühne war grandios, und auch wenn sie das deutsche Bier vielleicht etwas zu sehr lieben, leidet ihr musikalisches Talent so gut wie nie darunter – Vollprofis am Werk. Deaf Havana als auch Dinosaur Pile-Up haben an diesem Abend eine tolle Show dargeboten, die alle Fans im Saal begeistern konnte. Natürlich war es – wie immer – the best show on this tour – wir wollen es ihnen einfach mal glauben, denn am Ende ist jede Show der Bands die beste für jeden einzelnen Fan <3

Siss/Rockinwords

www.deafhavanaofficial.com
www.facebook.com/deafhavana

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