Tom Grennan /w Sophie and the Giants
29.09.2018
Berlin – Gretchen
 
Das Gretchen ist wohl eher bekannt für seine Club-Nächte als für seinen Ruf als Konzert-Location, doch an diesem Abend öffnete es seine Kreuzberger Tore für eine ausverkaufte Show des britischen Singer-Songwriters Tom Grennan.

Als Support hatte dieser Sophie and the Giants dabei, die in perfekter Tradition ihres Namens (Florence and the Machine, Marina and the Diamonds, …) schön anzuhörenden Retro-Pop hervorbringen. Auch wenn die Band erst seit kurzem existiert, legten sie einen soliden Auftritt hin und überzeugten vor allem durch die angenehme Stimmfarbe und den sicheren Gesang von Frontfrau Sophie Scott.
Es war auch mal wieder einer dieser Abende, wo sich das Berliner Publikum völlig unberechenbar präsentierte. Der  Band aus Sheffield klatschten sie noch höflich Beifall und bewegten sich vorsichtig zu eingängigen Songs wie dem soeben erschienenen Bulldog, sodass der Eindruck einer zähen Nacht entstand.

Dann aber betrat nach der Umbaupause Tom Grennan mit seiner Band die Bühne und schon bei den ersten Klängen flippte das Publikum völlig aus, hüpfte freudig von einem Bein aufs andere und sang textsicher jede Passage mit.  Es war auch eine lustige Mischung, die der junge Brite an diesem Abend ins Gretchen zog: Teenager-Mädchen, Familien, Frauen und Männer mittleren Alters und Studentenpärchen machten nur einen Bruchteil des vielfältigen Spektrums aus.
Und so bunt auch das Publikum gemischt war, so gut gemischt und zusammengestellt war die Show von Tom Grennan. Auch wenn er sich hier und da einmal verhaspelte, machte er es mit seinem ehrlichen Charme wieder wett und wer könnte sich davon gestört fühlen, wenn diese Kombination von Reibeisenstimme, tiefem Gefühl und ehrlichen Lyrics wohl jedes Herz im Raum ganz wohl stimmte. Seien es flotte Songs wie Found What I’ve Been Looking For oder ruhige wie Lucky Ones, immer konnte Grennan eine besondere Beziehung zum Publikum aufbauen, welches es ihm dankte und seine Texte aus lauten Kehlen mitsang.

Nur eine Kleinigkeit trübte den Abend und das war wohl die Länge des Sets, welche 70 Minuten kaum übertraf. Aber von einem Künstler, der erst ein volles Album herausgebracht hat, kann man wohl zu diesem Zeitpunkt nicht mehr erwarten und sollte sich lieber darauf freuen, wenn der Brite neues Material produziert und hoffentlich sehr bald mit auf Tour bringen wird.

Penny/Rockinwords

https://www.tomgrennanmusic.com/
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Rockinconcerts: Tom Grennan
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