Rockinconcerts: We Are The Ocean

Ich denke schon seit einer Weile über das Konzept von Abschiedskonzerten nach: Konzerte nämlich sind doch in der Regel etwas Schönes. Du triffst dich dort mit deinen Leuten, hast eine gute Zeit, tanzt, singst und gehst danach mit Ohrensausen nach Hause. Wie aber verändert sich dieses Gefühl, wenn du weißt, dass das heute das letzte Mal ist? Dass du diese Band nie wieder sehen wirst? Ist es da überhaupt noch möglich, das Ganze zu genießen?

WE ARE THE OCEAN kommen im März auf Abschiedstour

WE ARE THE OCEAN kommen im März auf Abschiedstour

Spielen wir das Schlechte-Nachricht-gute-Nachricht-Spiel. Schlecht ist: WE ARE THE OCEAN, die Band aus London, die vom Post-Hardcore kam und sich so vielen Einflüssen geöffnet hat, löst sich auf.
Ark“ wird die letzte Platte bleiben, unzählige große Songs bleiben unveröffentlicht.
Gut ist: WE ARE THE OCEAN machen das mit einem Knall und gehen noch einmal auf eine Abschiedstournee.

Rockinrecords: We Are the Ocean – Ark

Rockinrecords: We Are the Ocean – Ark

Unfassbar, aber das letzte Release von We Are the Ocean ist Tatsache schon 3 Jahre her! Maybe Today, Maybe Tomorrow war damals das erste Album ohne Shouter und es zeigte sich ein gewisser musikalischer Trend ab: weg von den Hardcore-Klängen, hin zu purem Rock, gepaart mit schönen Melodien und der unverkennbaren Stimme von Liam Cromby.
Am 15.05.2015 veröffentlichen sie nun also ihr viertes Studioalbum, welches sie wieder in den Middle Farm Studios und wieder mit Peter Miles aufgenommen haben, ganz nach dem Credo: Never change a winning team!

Rockinconcerts: We are the Ocean /w Lonely the Brave

Rockinconcerts: We are the Ocean /w Lonely the Brave

Ein Sturm zieht auf in Berlin am 31.03.2015. Mit enormen Windböen ist zu rechnen, einige S-Bahn Linien in der Hauptstadt sind bereits lahmgelegt. Wer es nun an diesem Abend doch in den Magnet Club geschafft hat, wurde dafür reichlich beglückt und entlohnt.

Die britische Band We Are the Ocean lud nach zwei Jahren Deutschlandabstinenz ein, mit ihnen und ihrem Supportact Lonely the Brave den Dienstagabend zu verbringen.

RockinTalents – We Are The Ocean

RockinTalents – We Are The Ocean

Knappe 8 Jahre gibt es diese Band schon, doch von Langeweile und Stillstand konnte bei ihnen wohl noch nie gesprochen werden. So bestand die Band nach einigen Namensänderungen, Akquirierungen und Neubesetzungen zu Anfang eigentlich aus fünf Bandmitgliedern: Sänger und Shouter Dan, Sänger und Gitarrist Liam, Bassist Jack, Drummer Tom und Gitarrist Alfie, mit damals 15 Jahren das Bandküken.

Rockinrecords: We Are The Ocean – Maybe Today, Maybe Tomorrow

WeAreTheOcean
Ein Re-release scheint bei We Are The Ocean so etwas wie eine Tradition zu sein. Knapp ein Jahr, nachdem sie ihr drittes Studioalbum Maybe Today, Maybe Tomorrowveröffentlicht haben, re-releasen sie es mit einer Neuinterpretation diverser Songs ihrer bisherigen Alben.
Dieses Mal gaben sie sich dabei besonders viel Mühe und zogen sich in die Middle Farm Studios in Devon, England zurück. Mit der Unterstützung von einem Streichquartett, Background-Sängerinnen, diversen Blechblasinstrumenten und einer Orgel, verliehen sie ihren Songs einen neuen Anstrich.

Rockinconcert: We Are The Ocean

We+Are+the+Ocean
Man sollte meinen, wenn man sich nicht mehr an eine Band erinnert, nachdem man sie zum ersten Mal gesehen hat, ist das ein schlechtes Zeichen. In der Regel trifft das wohl auch zu. Als ich jedoch We Are The Ocean 2011 als Vorband von The Blackout sah, lag es wohl eher an meinem Fieber.
Ein gutes halbes Jahr später kamen sie dann nochmal für eine Akustik-Show nach Berlin und an dem Tag haben sie mich für sich gewonnen.

Rockinrecords: We Are The Ocean – Maybe Today, Maybe Tomorrow

61t9jW9zilLHier sitze ich nun und rezensiere das neuste Album dieser großartigen „Post-Hardcore“-(=Emo) Band aus England und habe doch das Gefühl, dass es sich hier um eine ganz andere Gruppierung handeln muss. Und woran liegt das? Ja, genau: am Ausstieg von Dan Brown, dem Shouter mit dem großen Mund, der nun lieber einen auf Management macht.
Auch wenn sein Ausstieg mitten in die Aufnahme-Zeit von Maybe Today, Maybe Tomorrow, kurz MTMT fiel, hört man auf diesem Album keine einzige gesungene oder geshoutete Zeile mehr von ihm.